Dialyse

Liebe Patientinnen und Patienten,

trotz intensiver Bemühungen von Ihnen, den behandelnden Ärzten und Ihren Angehörigen, ließ  sich eine schwere lebensbedrohende Nierenfunktionseinschränkung nicht abwenden.

Es ist der Zeitpunkt gekommen, wo nicht mehr über eine Nierenersatzbehandlung gesprochen wird, sondern zu handeln ist. 

Im Nachfolgenden wollen wir Ihnen durch die Darstellung der Vorzüge  und Probleme der verschiedenen Verfahren eine Entscheidungshilfe zur Hand geben. Diese Darstellung ist nicht vollständig und hängt auch immer vom Betrachter ab.

Besprechen Sie das bitte mit Ihrem behandelnden Nierenarzt.

Hämodialyse (Video Prof. Galle)

Vorzug:

  • in Deutschland weitverbreitet und bekannt

  • Durchführung durch medizinisches Personal in Zentrumsdialysen - Fremdverantwortung

  • effektive Behandlung auch bei fehlender Urinausscheidung

  • Austausch mit Mitpatienten

  • lebenslange Therapie

Nachteil:

  • Intervallbehandlung mind. 3x4 Std./Wo

  • Vergiftungsspitzen am Wochenende

  • häufig Verlust der Restausscheidung

  • Kreislaufbelastung

  • häufige Nadelpunktionen des Shuntes

  • Gefahr der Shuntinfektion und des -verschlusses

  • strenge Dialysediät

  • strenge Trinkmengenbegrenzung

  • neben der Dialysezeit entstehen Transportzeiten oder Wartezeiten auf mitfahrende Dialysepatienten

Bauchfelldialyse (Video Prof. Galle)

Vorzug:

  • kontinuierliche Giftentfernung ohne Spitzen

  • langer Erhalt der Restausscheidung

  • geringe Kreislaufbelastung

  • gut für Herzkranke

  • kein Punktionsschmerz

  • durchschnittliche Wechselzeit  4x0,5 Std ohne Transport- oder Wartezeit

  • gelockerte Dialysekost

Nachteil:

  • Selbstverantwortung und -disziplin

  • mögliche Bauchfellentzündung - gut therapierbar

  • nachlassende Entgiftungsfunktion nach fünf bis 10 Jahren

Die Nierentransplantation wurde wegen der meist langen Wartezeit hier nicht betrachtet.